Haben Sie sich jemals gefragt, warum Ihr Geschirr nach dem Programmende oft noch feucht ist, obwohl die Maschine ein „Perfect Dry“-Label trägt? Viele Deutsche investieren bei MediaMarkt oder Saturn hunderte Euro in High-End-Geräte von Bosch oder Siemens, nur um dann doch zum Geschirrtuch zu greifen.
Bei einer Wartung an meiner eigenen Maschine bin ich über eine Einstellung gestolpert, die in den gedruckten Handbüchern meist nur als versteckte Service-Option existiert. Es ist kein defekter Heizstab, sondern eine banale Einstellungssache, die Ihr Trocknungsergebnis sofort verändert.
Der „Geheimmodus“ zur Trocknungsoptimierung
Hersteller wie BSH (Bosch und Siemens) liefern ihre Maschinen oft mit einer Standard-Einstellung aus, die auf Energieeffizienz getrimmt ist. Das bedeutet: weniger Hitze im letzten Spülgang, um die EU-Richtlinien für den A-Label-Verbrauch zu erfüllen. Das Problem: Kunststoffgeschirr oder dicht gepackte Gläser werden so kaum trocken.
Es gibt jedoch die Funktion „Extra Trocknen“, die bei vielen Modellen nicht einfach nur ein Knopf auf der Frontblende ist. Oft müssen Sie ein verstecktes Einstellungsmenü aufrufen, um die Intensität der Nacherwärmung dauerhaft zu erhöhen.
So aktivieren Sie die versteckte Power-Einstellung
Die genaue Tastenkombination variiert leicht nach Modellserie, aber das Prinzip ist bei den populären Series 4 und Series 6 identisch:
Interessante Artikel:
- Schalten Sie die Maschine aus.
- Halten Sie die Taste „Start“ gedrückt und schalten Sie das Gerät gleichzeitig ein.
- Im Display erscheint nun ein Zahlencode (oft ein Menüpunkt für Einstellungen).
- Navigieren Sie mit den Programmwahltasten zu dem Menüpunkt, der für die Trocknung zuständig ist (meist mit einem „d“ für Dry gekennzeichnet).
- Stellen Sie den Wert von 00 auf 01 – dies erhöht die Temperatur im letzten Spülgang signifikant.
Hinweis: Sobald Sie diesen Wert ändern, verbraucht die Maschine pro Durchgang minimal mehr Strom – etwa so viel wie eine zusätzliche Kaffeemaschinen-Füllung im Monat. Angesichts der gesparten Nerven beim Abtrocknen ist das ein fairer Deal.
Nicht nur das Glänzen zählt
Viele Nutzer vernachlässigen auch den Härtegrad der Wasserenthärtungsanlage. In Regionen mit kalkhaltigem Wasser, wie etwa im Großraum München oder Stuttgart, verkleben die Ionenaustauscher-Perlen viel schneller als gedacht. Wenn Ihre Maschine weißliche Schlieren hinterlässt, hilft kein noch so teurer Tab.
Prüfen Sie den Salzgehalt nicht nur, wenn die rote Lampe blinkt. Wenn das Wasser bei Ihnen hart ist, stellen Sie die Enthärtungsstufe manuell eine Stufe höher ein, als der Wasserteststreifen empfiehlt. Das schont nicht nur die Gläser, sondern verhindert, dass Sie Ihre Spülmaschine schon nach fünf Jahren wegen Kalkschäden ersetzen müssen.
Mein persönlicher Tipp: Öffnen Sie die Tür nach Programmende nur einen Spalt breit und lassen Sie sie für 15 Minuten so stehen. Der natürliche Kamineffekt lässt die Feuchtigkeit nach oben entweichen, bevor sie auf dem Geschirr kondensieren kann.
Haben Sie diese versteckten Menüs bei Ihrer Bosch oder Siemens schon einmal genutzt, oder haben Sie sich auch einfach mit dem Ergebnis abgefunden? Schreiben Sie es in die Kommentare – vielleicht haben wir dann bald eine Liste für alle gängigen Modelle zusammen.













