Hand aufs Herz: Hast du in diesem Monat schon mal erschrocken auf deine Nachzahlungsvorschau bei den Stadtwerken gestarrt? Die Energiepreise in Deutschland sind zwar nicht mehr auf Rekordniveau, aber ein Loch in der Haushaltskasse reißen sie trotzdem.
Ich habe mich vor zwei Wochen mal wieder geärgert, weil mein Wohnzimmer eiskalt blieb, obwohl der Thermostat auf Stufe 3 stand. Das Problem war nicht die Heizung selbst, sondern ein Klassiker, den 90 Prozent der Deutschen ignorieren.
Warum deine Heizung dich auslacht
Stell dir vor, du versuchst, einen vollen Eimer Wasser durch einen verstopften Strohhalm zu leeren. Genau das passiert in deinem Heizkörper, wenn sich über den Sommer Luft im System festgesetzt hat. Die Pumpe arbeitet gegen einen Widerstand an, frisst Strom und dein Heizkörper wird nur oben warm, während er unten kalt bleibt.
Die gute Nachricht: Du brauchst keinen teuren Installateur, der dir für eine 5-Minuten-Arbeit 150 Euro Anfahrt berechnet. Du kannst das selbst erledigen. Und zwar heute noch.
Was du dafür brauchst
- Einen Heizkörperentlüftungsschlüssel (kostet im Baumarkt wie Obi oder Bauhaus keine zwei Euro).
- Einen alten Lappen oder ein Küchentuch.
- Ein schmales Gefäß, um das Wasser aufzufangen.
Schritt-für-Schritt: Die Luft muss raus
Bevor du startest: Dreh die Heizung voll auf und warte 15 Minuten, damit sich die Luft sammeln kann. Danach drehst du das Thermostat komplett zu. Wichtig: Sicherheit geht vor, fass das Ventil vorsichtig an, es könnte heiß sein.
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- Geh zum kältesten Heizkörper.
- Halte das Gefäß unter das Entlüftungsventil an der gegenüberliegenden Seite des Thermostats.
- Setz den Schlüssel an und drehe ihn langsam gegen den Uhrzeigersinn.
- Du hörst jetzt ein Zischen. Das ist die Luft, die entweicht.
- Sobald Wasser spritzt, drehst du das Ventil sofort wieder fest zu.
Das war es schon. Wenn du das bei allen Heizkörpern in der Wohnung machst, steigt die Effizienz deiner Anlage spürbar an. Die Wärme verteilt sich wieder gleichmäßig und du musst den Thermostat nicht mehr unnötig hochdrehen.
Der Profi-Tipp für echte Sparer
Nachdem du entlüftet hast, kontrolliere unbedingt den Wasserdruck deines Heizkessels im Keller oder im Hauswirtschaftsraum. Oft ist dieser durch das Ablassen der Luft etwas gesunken. Ein kurzer Blick aufs Manometer (der Zeiger sollte im grünen Bereich stehen) kann den Unterschied zwischen einer kalten Bude und gemütlicher Wärme ausmachen.
Ganz ehrlich: Seit ich das bei mir gemacht habe, bleibt die Heizung auf Stufe 2,5 und es ist genauso warm wie früher auf Stufe 3. Das ist purer Gewinn für mein Konto.
Hast du deine Heizkörper diesen Winter schon entlüftet, oder verlässt du dich darauf, dass das „schon irgendwie funktioniert“? Schreib es mir in die Kommentare!













